Eine glückliche Partnerschaft: Geht das überhaupt?

Eine glückliche Partnerschaft: Geht das überhaupt?

In meinem letzten Beitrag ging es um die wunderschöne Verliebtheitsphase, die jede Liebesbeziehung zu Beginn durchläuft. Und in diesem Beitrag beschreibe ich was für eine glückliche Beziehung wirklich wichtig ist.

Selbstentwicklung vs. Paarentwicklung

Eine Paarbeziehung ist ein komplexes Konstrukt aus verschiedenen Systemen, die miteinander interagieren. Die Abbildung „Ich und der Mensch neben mir“ veranschaulicht eine ideale Konstellation:

Ich und der Mensch neben mir

Die Schnittmenge einer Partnerschaft

Zwei eigenständige Menschen begegnen sich und bilden eine gewisse Schnittmenge in Form einer, auch nach Außen hin erkennbaren, Partnerschaft. Diese Schnittmenge nenne ich die „Zone der gelingenden Kompromisse“, in welcher sich die unterschiedlichen Werte, Bedürfnisse und Ziele in Form eines neuen Systems harmonisieren.

Was kannst Du tun?

Für das Gelingen dieses sensiblen Prozesses ist es sehr wichtig, die Partnerschaftszone so langsam und achtsam wie nur möglich wachsen zu lassen, um vorschnelle Abhängigkeiten oder die Aufgabe eigener Lebenskomponenten zu vermeiden.

Denn das „zurückerobern“ eigener Freiheiten ist in jedem Fall kraftzehrender und konfliktträchtiger, als sich einfach in die Beziehung „fallen zu lassen“. Ein Mensch mit einem sehr starken Ego wird dagegen nicht so schnell in Versuchung kommen, sich fallen zu lassen.

Im Gegenteil:
Kompromisse scheinen unerreichbar und können immer wieder zum Gegenstand massiver Konflikte werden. Eine gelingende und glückliche Partnerschaft setzt demnach ein hohes Maß an Bewusstheit beider Menschen über die eigenen Werte und Bedürfnisse voraus.

glückliche Partnerschaft

Persönlichkeitsentwicklung in einer Partnerschaft

Doch wie steht es um die eigene Selbst- und Persönlichkeitsentwicklung in einer glücklichen Partnerschaft?

Die sollte ganz klar auch weiterhin die wichtigste Deiner Lebensmissionen bleiben. So bitter es klingt: Beziehungen sind Teil des Lebensflusses, sie können sich auseinanderleben, sich als nicht zufriedenstellend oder gar unglücklich erweisen und zerbrechen.

Doch das eigene Leben bleibt, und sollte, egal in welcher Lebenskonstellation Du Dich auch befinden magst, stets mit höchster Wertschätzung betrachtet werden. Das mag einerseits egoistisch klingen, doch andererseits profitieren alle Beziehungen um Dich herum, von Deinem zufriedenen Geist.

Eine positive und wertschätzende Beziehung zu Dir selbst, bleibt die Grundvoraussetzung glücklicher Beziehungen nach Außen. Im empfehle Dir dazu auch meinen Beitrag Warum persönliche Entwicklung so wichtig ist.

Die Kompromisse einer glücklichen Partnerschaft

Außerhalb der Zone gelingender Kompromisse befinden sich jeweils ganz eigene Wertevorstellungen, Bedürfnisse, Lebensziele oder auch persönliche Grenzen, die es gegenseitig zu achten und zu respektieren gilt.

Die unabhängige Entwicklung dieser Bereiche kann natürlich auch dazu führen, dass die Beziehung an Wert verliert, und die Schnittmenge kleiner wird. Aber auch das ist in Ordnung und muss bewusst wahrgenommen und akzeptiert werden.

Es bleibt daher wichtig, die eigene Paarbeziehung stetig zu überprüfen und gegebenenfalls, im Rahmen eines wertschätzenden Kommunikationsprozesses,  anzupassen.

 

Folgende Fragestellungen können dabei helfen, über unbewusste Haltungen und Erwartungen gegenseitige Klarheit zu gewinnen:

  • Welche Einstellung/ Haltung habe ich generell zu Partnerschaft?
  • Welche Einstellung/ Haltung hat mein Gegenüber zu Partnerschaft?
  • Welche Grenzen möchte ich in meiner Beziehung setzen?
  • Welche Grenzen möchte mein Gegenüber setzen?
  • Welche zentralen Werte und Ziele sollen mein Leben leiten?
  • Welche zentralen Werte und Ziele leiten das Leben meines Gegenübers?
  • Können wir aus unseren unterschiedlichen Zielen und Werten eine Schnittmenge gelingender Kompromisse ableiten, die uns immer noch beide zufrieden stellen kann?

Das Pendel zwischen Nähe und Distanz

Im Folgenden möchte ich noch einmal genauer auf das empfindliche Gleichgewicht von Nähe und Distanz eingehen. Über die generelle Abgrenzung der Schnittmenge zu dem eigenen unabhängigen Leben, habe ich bereits geschrieben.

Doch wie können mögliche Konstellationen des Ungleichgewichtes konkret aussehen und wie wirken sie sich auf die Beziehungsgestaltung aus? In der folgenden Abbildung habe ich Dir drei typische Formen von unguten Nähe- und Distanzverhältnissen dargestellt, die mir in meiner Beratung immer wieder begegnen:

Nähe und Distanz einer glücklichen Partnerschaft

Die Verschmelzung:

Wenn beide Partner ihre jeweiligen Leben zugunsten des anderen aufgeben, verschmelzen sie förmlich miteinander zu einer einzigen Sphäre gelingender Kompromisse.

Was sich im ersten Moment vielleicht romantisch und märchenhaft anhört, ist in Wirklichkeit allerdings eine sehr gefährliche Konstellation. In der Psychologie spricht man in diesem Fall von einer „Überharmonisierung„. Das Ergebnis ist eine totale Abhängigkeit voneinander, die eigenständigen Lebensentwürfen keinen Platz mehr bietet.

Eine persönliche Entwicklung, die Idee von Glück und Zufriedenheit ist ausschließlich im „Wir“ möglich. Dass daran auch die sozialen Kontakte im Außen leiden, wird spätestens dann deutlich, wenn plötzlich und unerwartet eine Trennung bevorsteht.

Die vernachlässigte Selbstverantwortung für das eigene Leben, kann schnell in eine von Ohnmacht und Orientierungslosigkeit geprägte depressive Verstimmung führen. Der Ausweg für viele: Ein neuer Partner, mit dem man wieder vollständig verschmelzen kann.

​Das Ungleichgewicht:

Und dabei kann es auch ausreichen, einen Partner zu wählen, der seinem eigenen Leben durchaus Priorität einräumt. Die Selbstaufgabe des eigenen Lebens, ist in einer solchen Beziehung sehr einseitig ausgeprägt und daher im Ungleichgewicht.

Eine solche Dysbalance kann für verschiedene Konstellation sehr funktional sein: Dominanz trifft auf Unterwerfung, Hingabe trifft auf Ignoranz, Geliebt werden trifft auf Kontrolle. Mit funktional meine ich, dass hierbei gegenseitige Erwartungen zusammentreffen, die sich ergänzen und erfüllen können.

Ich meine nicht, dass solche extremen Formen von Bedürfnisorientierung für die Beteiligten auf Dauer gesund sein werden.

Das Nebeneinander:

Viele Paare fühlen sich in der Distanz zueinander wohler. Je kleiner die Schnittmenge der Kompromisse ist, desto mehr Spielraum haben die Partner in ihren jeweiligen Lebensräumen.

Im Ergebnis gibt es oftmals seltener Konflikte, weniger Erwartungen (bzw. Enttäuschungen) und nur ein kleines Regelwerk, auf welches man sich verständigt hat.

Die Beziehung ähnelt einer tiefen freundschaftlichen Verbundenheit. Je extremer die Distanz gelebt wird, desto größer ist die Gefahr, dass man sich gänzlich auseinanderlebt. 

Nähe und Distanz: Welche Form trifft Euch zu?

Die hier dargestellten Beziehungsformen sind natürlich in sehr extremer Form überzeichnet, um die Abgrenzungen besser zu verdeutlichen. Wichtig ist vor allem, dass die Beziehungspartner sich im klaren darüber sind, welche Form des Zusammenlebens sie leben und welche Bedeutung damit einhergeht.

Nur dann ist es möglich, die Gründe auftretender Konflikte zu beleuchten sowie erste weitere Schritte und Konsequenzen abzuleiten.

Momente einer gelingenden Beziehung

Momente gelingender Beziehung…

Was Du sofort tun kannst
Eines geht im Beziehungsalltag sehr häufig und schnell verloren: Den anderen als ganzheitlichen Menschen wahrzunehmen und nicht als selbstverständlich zu betrachten.

Beziehung heißt, sich aufeinander zu beziehen, den anderen spüren lassen, dass er wertvoll und beachtenswert ist. Und das bestenfalls nicht nur verbal, wenn das „Ich liebe Dich“ womöglich bei dem anderen wie „Guten Appetit“ ankommt, sondern direkt auch auf der Handlungsebene.

In meinem Blog-Artikel „8 kleine Dinge, die in Deiner Beziehung Großes bewirken können„, gebe ich Dir Möglichkeiten an die Hand, wie Du noch heute damit anfangen kannst, gelingende Beziehungsmomente zu schaffen.

Lass‘ mich gerne wissen, ob die eine oder andere Inspiration hilfreich für Dich war.

Wie ich Dir und Euch helfen werde

Die Entscheidung zu einer Paarberatung fällt nie leicht. Doch die bloße Erwägung, mich als außenstehenden Beraterin hinzuzuziehen, zeigt bereits, wie wichtig Dir und Euch das Anliegen einer (vielleicht schnellen) Veränderung ist.

Und die besteht, je nach Auftrag, nicht immer im „Prinzip Hoffnung“. An Beziehungen werden im Allgemeinen hohe Erwartungen geknüpft. Die Idealvorstellungen einer glücklichen Partnerschaft sind mit den Anforderungen des Alltags jedoch oftmals schwer in Einklang zu bringen.

Im Rahmen meiner Beratung werden wir Eure gegenseitigen Idealvorstellungen beleuchten sowie Eure Erwartungen hinterfragen, und entwerfen gemeinsam einen realistischen Blick auf die momentane Beziehungssituation.

Die Schaffung von Bewusstheit und Klarheit, ohne gegenseitige Vorwürfe, Anschuldigungen oder Anfeindungen ist die Grundvoraussetzung für einen solchen Prozess. Natürlich ist es hilfreich, wenn beide Partner sich dieser Herausforderung annehmen.

Doch auch wenn Dein Gegenüber (noch) nicht bereit ist, kannst auch Du für Dich alleine, Klarheit über Dich und Deine Beziehung erhalten.

 

Ich werde Dir und/oder Deinem Partner helfen, wenn…

  • ​Ihr verstehen möchtet, warum es bei Euch ständig zu immer denselben Streitereien und gegenseitigen Vorwürfen kommt
    Ihr wieder miteinander, anstatt gegeneinander sprechen möchtet
  • Ihr den Wunsch habt zu klären, ob die Beziehung/ die Liebe noch eine Chance hat
  • Ihr Euch in der Beziehung entfremdet und auseinandergelebt habt
    die Freude am gemeinsamen Leben verloren gegangen ist
  • Ihr herausfinden möchtet, was Euch (noch) verbindet
    eine Außenbeziehung oder ein Seitensprung Eure Beziehung schwer belastet
    ​​

Es ist an der Zeit auf die Stimme Deines Herzens zu hören. Möchtest Du und Dein Partner mich ganz unverbindlich kurz kennenlernen und einige Fragen loswerden?Dann füll‘ am Seitenende das Kontaktformular aus oder buche ein kostenloses und unverbindliches Kennenlerngespräch. Ich rufe Dich daraufhin gerne an, um alles weitere zu besprechen.

Übrigens: Falls Ihr beide gleichzeitig an der Beratung teilnehmen werdet, ist es erfahrungsgemäß von Vorteil, wenn jeder über einen eigenen Zugang zu einem medialen Endgerät verfügt.

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Warum Du die Beziehung zu Deinen Kindern stets wichtiger ist als die Erziehung

Warum Du die Beziehung zu Deinen Kindern stets wichtiger ist als die Erziehung

Stelle die Beziehung zu Deinem Kind stets vor alle Erziehungsvorhaben

Mein Vergleich: Wie eine Pflanze die wächst

Eines muss ich Dir gleich gestehen: Ich bin mit dem Begriff „Erziehung“ nicht wirklich glücklich. Eine, wie ich finde, sehr schöne Analogie macht mein Unbehagen vielleicht etwas deutlicher.

Bei einem kleinen Keimling der zu einer Pflanze heranwächst, käme man nie auf die Idee zu „ziehen„, um etwas zu beschleunigen oder eine Wuchsrichtung vorzugeben. Alles was nötig ist, ist der Pflanze Bedingungen bereit zu stellen (viel Sonne, regelmäßiges Wasser, einen guten Boden) um voller Vertrauen das in ihr angelegte Potential optimal zur Entfaltung zu bringen.

Und so sehe ich das auch im elterlichen Umgang mit ihren Kindern. Wie schade finde ich, dass so schöne Bezeichnungen wie Kindergärtnerin/ Kindergärtner oder der Kindergarten verloren gegangen sind, wo sie doch bildlich die ganz besondere und wertschätzende Haltung der Pflanzenanalogie verkörpern.

Auf der anderen Seite verstehe ich natürlich auch das Bedürfnis der Berufsgruppe nach mehr Profilierung und Professionalisierung, die durch einen immer größeren pädagogischen sowie bildungspolitischen Anspruch gekennzeichnet, wenn nicht mittlerweile sogar überfordert/überfrachtet ist.

Gerald Hüther warnt vor der Gefahr, dass Kinder zunehmend zum Produkt oder zum Objekt elterlicher und gesellschaftlicher Erwartungen werden. Und diese Erwartungen nahmen in den letzten Jahren stetig zu, bis hin zur aktuellen Corona-Krise.

Um ein letztes Mal zum Pflanzenvergleich zurückzukommen: die momentane Situation gleicht eher einer modernen Baumschule, in welcher Individualität keinen Platz hat, und alle Pflanzen und Bäume in derselben Weise beschnitten werden, wie sie dem Trend entsprechen oder vom Auftraggeber vorgegeben werden.

“Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht”, so ein afrikanisches Sprichwort

Erziehung Kinder

Erst Beziehung, dann Erziehung

Doch Individualität ist nicht nur eine Ur-menschliche Eigenschaft, sondern gleichsam der Schlüssel zur Betrachtung jedes einzelnen Familiensystems. Und individuell ist vor allem die jeweilige Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und Kind.

Im Rahmen meiner Kinder- und Jugendhilfeerfahrung weiß ich nur allzu gut, dass jegliche Interventionen ins Leere verlaufen, wenn ich es nicht schaffe mit dem Kind in Beziehung zu gehen, Verbundenheit herzustellen.

Ist die Beziehung gestört, sind Verhaltensauffälligkeiten und Konflikte vorprogrammiert. Hans Joachim Maaz hat im Rahmen seiner langjährigen Forschung, Aspekte einer gelingenden Beziehungsgestaltung zusammengetragen, welche aus Sicht des Kindes eine zentrale Rolle spielen:

  • Bin ich gewollt?
  • Bin ich ausreichend geliebt?
  • Darf ich so sein wie ich angelegt bin oder muss ich so werden, wie Eltern, Schule und Gesellschaft es von mir erwarten?
  • Darf ich mich entwickeln/ entfalten? Werde ich in meinen Möglichkeiten auch angemessen gefördert, bekomme ich Hilfe?
  • Werde ich auch in meinen Begrenzungen akzeptiert?

Erst durch eine positive und vor allem liebevolle Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und Kind, unter Einbeziehung dieser fundamentalen Fragestellungen, werden Veränderungsprozesse innerhalb des Familiensystems nachhaltig wirksam.

Erziehung Kinder

Eltern sein steckt in Dir

Als systemische Therapeutin weiß ich nur allzu gut, wie wichtig eine differenzierte Betrachtung der Gesamtsituation einer Familie ist.

Nur, weil ich mit einem speziellen Beratungskonzept mehrmals großen Erfolg hatte, bedeutet dies noch doch lange nicht, dass dieses in jeder Situation oder Konstellation zum gewünschten Ergebnis führt.

Jede individuelle Ausgangslage, jedes Familiensystem mit ihren einzigartigen Biographien ist in seinem Wesen hochkomplex und dynamisch. Und das ist auch gut so. Individuelle Unterschiede zeigen sich in den Persönlichkeitseigenschaften, in den Einstellungen, Interessen und Wertorientierungen, religiösen, philosophischen und politischen Überzeugungen, in den Selbstkonzepten (ein großes Thema), im Sozialverhalten und Kommunikationsstil.

Wenn diese individuellen Persönlichkeiten mit anderen innerhalb eines Systems interagieren und miteinander in Beziehung gehen, wird schnell deutlich, dass es kein universelles Erziehungskonzept geben kann. Ich habe hierzu den ausführlichen Artikel „Warum Erziehungsratgeber so erfolgreich sind, aber selten zum Erfolg führen“ geschrieben.

Darin stelle ich die Bedeutung elterlicher Intuition (in Abgrenzung zum klassischen „Bauchgefühl“) in den Vordergrund. Intuition ist etwas tiefersitzendes, man könnte sagen angeborenes (nicht anerzogenes) Wissen, welches oftmals durch den ganz normalen Sozialisationsprozess vergessen oder unterdrückt wird.

Jede Mutter und auch jeder Vater verfügt über ein solches biologisches Ur-Wissen. Im Rahmen meiner Beratung möchte ich Dir helfen, wieder einen liebevollen Zugang zu Dir selbst und zu Deinem Kind zu finden.

Erziehung Kinder

Du bist auf der Suche nach einer professionellen Eltern- bzw. Erziehungsberatung? Hast Du kleine oder große Sorgen in der Beziehungsgestaltung zu Deinen Kindern? Ganz gleich ob es sich um Schulprobleme, Konflikte in der der Pubertät oder im Alltag handelt, jede Altersspanne für sich kann zu großen Herausforderungen für die Eltern führen.

Wie ich Dir helfen werde – Meine Elternberatung

An erster Stelle werde ich Dir zuhören, Dich in Deinem Familiensystem erkennen und mit Neugier und Interesse Fragen stellen, die Dich in einen ersten Erkenntnisprozess führen. Ich werde nicht versuchen, Dich und Deine Familie zu verändern.

Veränderungsprozesse können nur von Dir selbst ausgehen. Ich möchte Dich dabei unterstützen, Deinen eigenen Elternkompetenzen als Mutter oder Vater wieder Vertrauen zu schenken, die Kommunikation und Beziehungsgestaltung in Deiner Familie allgemein zu verbessern sowie dabei Helfen, dass Klarheit, Offenheit und Humor wieder euren Familienalltag bestimmen. Reflektiere mit mir gemeinsam Deine Elternrolle inklusive aller beteiligten Emotionen, Lerne Widersprüchlichkeiten im Erziehungsalltag zu erkennen und erweitere ganz gezielt Deine Handlungsoptionen.

Meine wichtigste Aufgabe sehe ich jedoch darin, Deine Selbstwirksamkeitsempfinden zu stärken. ​Erfahre, wie Du Dir wieder selbst Vertrauen kannst.

Falls mehrere Familienmitglieder an unserer Elternberatung teilnehmen werden, ist es erfahrungsgemäß von Vorteil, wenn jeder über einen eigenen Zugang zu einem medialen Endgerät verfügt.

Ich bin für Dich da, wenn Dein Kind/ Deine Kinder:

  • im Kindergarten oder in der Schule Probleme zeigen, sich nicht konzentrieren können oder Leistungsschwierigkeiten aufweisen
  • verschlossen oder trotzig wirken
  • besonders ängstlich oder gehemmt erscheinen
  • unverständlich aggressiv reagieren
  • lügen und stehlen
  • weglaufen
  • einnässen, einkoten
  • Schlaf- oder Essstörungen zeigen oder
  • durch andere Angewohnheiten auffallen

oder auch im Rahmen von:

  • Trennung/Scheidung der Eltern,
  • Tod eines Familienmitgliedes
  • Umzug oder
  • bei anderen Belastungssituationen
Familientherapeutin

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Dann vereinbare am besten gleich ein kostenfreies und unverbindliches Kennenlerngespräch mit mir.

Gemeinsam besprechen wir Dein Anliegen und schauen, in welcher Weise ich Dir schnellstmöglich helfen kann.

Weiterführende Hilfen im Netz

Erziehungs- und Familienberatungsstellen:   www.bke.de

Beratungsstellen mit verschiedenen Schwerpunkten:  www.dajeb.de

Anlaufstellen Frühe Hilfen:  www.elternsein.info/suche-fruehe-hilfen

Schreiambulanzen:.   www.elternsein.info/suche-schreiambulanzen

Schwangerschaftsberatungsstellen:   www.familienplanung.de

Meine Buchempfehlung für Dich

„Ich will verstehen, was Du wirklich brauchst“

„Niemals Gewalt“

„Wie Kinder heute wachsen“

Selbstwertschätzung verändert alles
Wie (Selbst-)Wertschätzung die...
Wie lerne ich Entscheidungen zu treffen?

Manches Mal fällt es uns schwer sich für eine Sache zu entscheiden oder Du bist schon von je her nicht so entscheidungsfreudig?

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Meditation – und wie sie auch bei Dir klappt!

Warum Du Meditation in Deinen Alltag integrieren solltest und welche Vorteile für sich für Dich ergeben, lies Du in diesem Artikel.

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Wie Du die lebendigen Bedürfnisse Deiner Kinder auch während der Corona Pandemie bewahren kannst

Wie Du die lebendigen Bedürfnisse Deiner Kinder auch während der Corona Pandemie bewahren kannst

Wie kannst Du die Bedürfnisse Deiner Kinder bewahren?

Im Rahmen der aktuellen pandemiebedingten Begrenzungen, sind wir alle (nicht nur Eltern) vor der Herausforderung gestellt die Bedürfnisse unserer Kinder zu bewahren.

Eine Belastungsprobe für ausnahmslos jedes Familiensystem. Veränderungen des Alltags zeigen sich nicht nur in den veränderten Schul- bzw. Arbeitsbedingungen, sondern auch im Umgang mit unseren sozialen Kontakten.

Die vielfältigen Belastungen gerade in der aktuellen Situation, fordern Eltern neu heraus. Und dazu braucht es oftmals völlig neue Herangehensweisen.

kindliche Bedürfnisse bewahren

Der Blick auf die Kinder

Es ist mir daher ein großes Anliegen, auf die Perspektive der Kinder noch einmal genauer einzugehen.

Die aktuell verschärften Maßnahmen inklusive der Maskenpflicht vor allem im schulischen Kontext dient in erster Linie dem Schutz Erwachsener, und nicht der Kinder.

Für Kinder ist es unheimlich schwer (und bis zu einem gewissen Alter entwicklungspsychologisch unmöglich), die abstrakte Gefährdung, welche vermeintlich von ihnen ausgeht, zu verstehen und nachzuvollziehen.

Dennoch bin ich überaus erstaunt, wie brav die Kinder in meinem persönlichen Umfeld die auferlegten Verordnungen mit großer Mühe befolgen.

Diese Tatsache darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kinder gerade essentielle tiefe natürliche und lebendige Bedürfnisse unterdrücken müssen: Toben in der Natur, auf dem Spielplatz, die Begegnungen mit anderen Kindern, die Freude am gemeinsamen Umgang, die zur kindlichen Entwicklung elementar dazugehört.

Wir müssen uns wirklich bewusst sein, welch‘ große Last wir unseren Kindern derzeit zumuten, auch wenn sie das durch ihr offensichtliches großes Verantwortungsgefühl nicht immer verbalisieren (können).

 

Du hast ein Anliegen in Bezug auf Deinen Familien- und Erziehungsalltag? Dann besuche meine Onlinepraxis:  → klicke hier. Denn ich habe viele Jahre im Erziehungskontext der stationären Jugendhilfe gearbeitet.

Hirnphysiologische Langzeitolgen

Gerald Hüther hat in seinem jüngsten Statement auf die hirnphysiologischen Langzeitfolgen hingewiesen. Lebendige kindliche Bedürfnisse lassen sich seiner Meinung nach nicht einfach unterdrücken, sie müssen regelrecht im Rahmen eines inneren Konfliktes bekämpft werden, bis sich neue neuronale Muster bilden, welche die natürlichen Bedürfnisse irreversibel neutralisieren.
Diese hemmenden Verschaltungen führen dann dazu, dass Kinder Ihren Entdeckertrieb, ihre Spielfreude, die Neugier im Kontakt mit anderen Schritt für Schritt verlieren, und zwar für immer.
Du kannst Dir sicherlich vorstellen, was das für weitreichende Konsequenzen im weiteren Entwicklungsprozess bedeuten kann. Wenn wir von einem 5-jährigen Kind verlangen, ein Jahr lang seine lebendigen Bedürfnisse durch Kontakteinschränkungen, Spielplatzverbot und Maske zu unterdrücken, ist das ein Fünftel seines gesamten Lebens!
Vergleichbar wäre dies mit einem 50-jährigen, der ganze 10 Jahre lang fundamentale Einschränkungen erleidet. Diese Tatsache muss man dauerhaft in Erinnerung rufen, um Kindern einfühlend und liebevoll die für sie nötige Unterstützung zu geben.
Bewahrung der Bedürfnisse Deiner Kinder

Was Du tun kannst um die Bedürfnisse Deiner Kinder zu bewahren:

Helfen wir also den Kindern, ihre ureigenen natürlichen Bedürfnisse zu bewahren und gemeinsam einen Weg durch die Einschränkungen zu finden:​

  • Nimm Dein Kind so oft es nur geht in den Arm. Zeige einfühlsames Verständnis und frage ganz bewusst, wie es ihm geht.
  • Frage Dein Kind, wie Du ihm helfen kannst.
  • Nimm Dir Zeit für Dinge, die Du mit Deinem Kind machen kannst, von denen Du weißt, dass sie ihm Freude bereiten: Spielen, Tanzen, Singen, Musizieren, Quatsch machen
  • Geh‘ so oft es geht mit Deinem Kind an die frische Luft / in die Natur
  • Finde einen liebevolleren Zugang zu Dir selbst. Wenn Du einfühlsamer zu Dir bist, wird auch Dein Alltag und der Umgang mit Deinem Kind viel viel leichter.
  • Nimm‘ also auch Deine Bedürfnisse in den Blick und tu alles dafür, dass Du zufriedener werden kannst.
  • Mach‘ all die Dinge, die es Deinem Kind wieder ermöglichen, seine lebendigen Bedürfnisse zu spüren und zumindest teilweise wieder stillen kann. Dann werden schmerzliche neuronale Prozesse umgangen, und Dein Kind wird trotz fortführender Maßnahmen und Verordnungen in seiner Entwicklung keinen Schaden nehmen.
  • Finde gemeinsam mit Deinem Kind neue Wege in diesen verrückten Zeiten. Und vielleicht hat das Zusammenwachsen von Eltern und Kind, eine gar positive Entwicklung der Beziehungsqualität zur Folge, die es ohne Corona womöglich so nicht gegeben hätte.
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Warum Erziehungsratgeber so erfolgreich sind, aber nur selten zum Erfolg führen

Warum Erziehungsratgeber so erfolgreich sind, aber nur selten zum Erfolg führen

Welchen Erziehungsratgeber solltest du kaufen?

Die Qual der Wahl im Buchmarkt-Dschungel der Erziehungsratgeber hast Du vielleicht auch schon einmal erlebt.
Große Shops wie Amazon liefern derzeit sage und schreibe 40.000 Treffer zum Thema. Doch auch im Buchladen nebenan verliert man bei der großen Auswahl an Autoren, die Dir den schnellsten und richtigen Weg aus Deiner persönlichen Erziehungskrise versprechen, schnell den Überblick.

Familienzeit

Autor Michael Winterhoff oder Jesper Juul?

Wem sollte man nun aber Glauben und vor allem das nötige Vertrauen schenken, in Hinblick auf den richtigen Erziehungsratgeber? Die angebotenen Erziehungsstile und -modelle könnten mitunter unterschiedlicher kaum sein.

Michael Winterhoff etwa, der mit seinen populären Büchern wie „Tyrannen müssen nicht sein“ von Experten durchaus zur autoritären Außenlinie gezählt wird, oder etwa Jesper Juul, der eher das gemäßigte „weiche“ Gegenmodell verkörpert.

Beide Autoren sind in Internet-Foren sehr häufig Gegenstand oft hitziger und breiter Auseinandersetzungen um Erziehungsfragen. Auch wenn sie im professionellen pädagogischen und psychologischen Kontext kaum eine Rolle spielen, so erreichen ihre Ideen bei Hilfe- und ratsuchenden Eltern eine außergewöhnlich hohe Aufmerksamkeit. Und dies betrachte ich im Rahmen meiner Tätigkeit in der Eltern- und Familienberatung mit zunehmender Sorge.

Nicht weil ich mit deren Thesen nicht einverstanden wäre, sondern weil deren Anspruch auf Allgemeingültigkeit zu unabsehbaren Schwierigkeiten führen kann.

Das solltest Du beachten: Jedes Familiensystem ist einzigartig und hochkomplex

Als systemische Therapeutin weiß ich nur allzu gut, wie wichtig eine differenzierte Betrachtung der Gesamtsituation einer Familie ist. Nur, weil ich mit einem speziellen Beratungskonzept mehrmals großen Erfolg hatte, bedeutet es noch lange nicht, dass dieses in jeder Situation oder Konstellation zum gewünschten Ergebnis führt.

Jede individuelle Ausgangslage, jedes Familiensystem mit ihren einzigartigen Biographien ist in seinem Wesen hochkomplex und dynamisch. Und das ist auch gut so. Individuelle Unterschiede zeigen sich in den Persönlichkeitseigenschaften, in den Einstellungen, Interessen und Wertorientierungen, religiösen, philosophischen und politischen Überzeugungen, in den Selbstkonzepten (ein großes Thema), im Sozialverhalten und Kommunikationsstil.

Wenn diese individuellen Persönlichkeiten mit anderen innerhalb eines Systems interagieren und miteinander in Beziehung gehen, wird schnell deutlich, dass es kein universelles Erziehungskonzept geben kann. Wie könnte Dir dann ein Erziehungsratgeber helfen?

Die Hundeschule als Erziehungsvorbild

Dies wäre eine sehr mechanistische Vorstellung, die durchaus in Zukunft auch eine Erziehungs-App hervorbringen könnte.

Ich: „Google, mein Kind isst sein Mittagessen nicht auf.“ Google: „Bitte die Essensreste einpacken und zu allen Mahlzeiten immer wieder vorsetzen, bis es aufgegessen ist. Vielen Dank für Ihre Anfrage. 50 von 70 Müttern konnten das Problem dauerhaft beheben.“

Vielleicht mag Dir das ein wenig überspitzt vorkommen, aber gerade strahlt der Fernsehsender RTL sein neues Super-Nanny Format „Train Your Baby Like A Dog“ aus.

Das fast als Satire anmutende Konzept, bestehend aus einer Hundetrainerin, die die Abrichtungsmethoden von Hunden (inklusive „Leckerlis“) in das Familiensystem überträgt, klingt nicht nur skurril und schräg. Das ist es auch.

Und das sage ich nicht nur aus meiner Profession als Therapeutin heraus, sondern vor allem als Mensch. Ich verurteile in keinem Fall die Eltern, welche dererlei Methoden ausprobieren, aus schierer Verzweiflung und aus dem guten Willen heraus, etwas für die Beziehung zu den Kindern verändern zu wollen.

Aber ich kritisiere all diejenigen, die sowohl durch fragwürdige Methoden die Not der Familien profitabel (aus)nutzen, oder aber einen mitunter guten pädagogischen Ansatz als Allheilmittel veröffentlichen, um im Pool der Erziehungsratgeber gerade noch wahrgenommen zu werden.

Die Folgen können dramatisch sein

Immer mehr Eltern berichten mir von ihren liebevollen, aber zumeist erfolglosen Bemühungen durch Erziehungsratgeber ihre Erziehungs- bzw. Beziehungsqualität zu ihren Kindern verbessern zu wollen.

Die Auswirkungen auf das Selbstvertrauen der eigenen Elternkompetenz sowie auf die Beziehungsqualität im gesamten Familiensystem können schwerwiegende Folgen haben.

Wenn wir noch einmal zu den wichtigsten Autoren solcher Erziehungsratgeber zurückkommen und ihre Grundaussagen betrachten, findet sich immer eine Gemeinsamkeit: die natürliche Elternintuition in unserer modernen kleinteiligen Gesellschaft ist schlichtweg verloren gegangen.

Die dadurch resultierende Verunsicherung jedoch gnadenlos zu vermarkten und mit immer neuen Konzepten Versprechungen und Hoffnungen zu wecken, scheint mir der falsche Weg. In der Boulevard-Presse gibt es bei Redakteuren ein festes Gesetz: Diäten gehen immer. Die Leser sind begierig darauf, endlich die Methode zu finden, die den gewünschten Erfolg dauerhaft mit sich bringt. Würde einer dieser vielen Diätenvariationen wirklich funktionieren, dann wäre dieser Hype auch ganz schnell vorbei.

Aber klassische Diäten können nicht dauerhaft glücken, da auch hierbei der Ansatz falsch gewählt ist. Und genau so sehe ich dies auch im Bereich der Erziehungsratgeber-Literatur.

Kennenlerngespräch vor der psychologischen Onlineberatung

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Gemeinsam besprechen wir Dein Anliegen und schauen, in welcher Weise ich Dir schnellst möglich helfen kann.

Intuition und Bauchgefühl sind nicht das gleiche

Der einzig nachhaltige Weg zu einer gesunden Beziehungsqualität zwischen Eltern und Kind kann aus meiner Sicht nur darin bestehen, die verloren geglaubte Intuition wieder sichtbar werden zu lassen und wirksam zu stärken. Klingt einfach, ist es aber ganz und gar nicht.

Und vielleicht wirst Du jetzt empört denken, dass Dein Bauchgefühl Dich doch erst in eine missliche Lage gebracht hat. Aber war es wirklich Deine Intuition, die Dich geleitet hat? Denn Bauchgefühl und Intuition sind zwei völlig unterschiedliche Erkenntnisquellen.

Das Bauchgefühl ist direkt mit Deinem Unterbewusstsein verbunden, in welchem alle Deine Glaubenssätze und Ängste verborgen liegen. Alle kulturellen Prägungen und Lebenserfahrungen finden sich darin wieder.

Mütter, die in ihrer Kindheit Vernachlässigungen erlebt haben, können diese Erfahrungen in ihrem Bauchgefühl mit sich tragen und damit den eigentlichen Bedürfnissen des Kindes eventuell wenig gerecht werden können, zumindest, wenn sie nicht aktiv und bewusst reflektiert wird.

Das Ohnmachtsgefühl, welches viele Mütter empfinden, wenn Kinder einen richtigen Wutausbruch erleiden, kann ebenfalls aus tiefliegenden Ängsten des Unterbewusstseins herrühren.

Das Bauchgefühl kann also regelmäßig versagen, wenn die eigene Biographie und die Dynamik des Familiensystems dazwischenfunken. Außerdem ist das Bauchgefühl stark von aktuellen Stimmungen und Gefühlen beeinflusst, die überhaupt nichts mit aktuellen Erziehungskonflikten zu tun haben müssen. Das Bauchgefühl allein ist also als einziger „Erziehungs-Ratgeber“ nicht wirklich zuverlässig.

Intuition dagegen ist etwas tiefersitzendes, man könnte sagen angeborenes (nicht anerzogenes) Wissen, welches oftmals durch den ganz normalen Sozialisationsprozess vergessen oder unterdrückt wird. Jede Mutter und auch jeder Vater verfügt über ein biologisches Ur-Wissen.

Ein Beispiel waren die Kindererziehungs- und pflegenormen in der ehemaligen DDR. Hier gab es vereinheitlichte Literatur und einen Konsens darüber, dass das Schreien lassen von Kleinkindern notwendig, wichtig und vor allem gesund („Schreien stärkt die kleine Lunge“) sei. Doch die ganz natürliche Intuition meldete sich bei vielen Müttern in Form eines mentalen Schmerzes, welcher aktiv unterdrückt werden musste.

Traumatisch belastend war dies somit sowohl für die Mütter als auch natürlich für die Kinder. Die eigene Intuition wieder zuzulassen und zu spüren ist ein wichtiger Schritt in Richtung sichererer Elternkompetenz. Durch Übungen und Methoden vor allem der Achtsamkeitspraxis kannst Du lernen, Deiner eigenen Intuition wieder vertrauen zu schenken.

Intuition und Wissen kombinieren

Doch auch das Wissen aus Erziehungsratgebern, Kursen oder dem Internet kann durchaus hilfreich, vielleicht auch notwendig sein.

Keine Ratgeber, die Dir empfehlen wollen wie Du in einer Situation zu handeln hast, sondern Bücher, die Dir allgemeine Informationen über die Entwicklung und Bedürfnislagen von Kindern geben können. Am Ende des Artikels werde ich Dir einige Buchempfehlungen von mir verlinken.

Um Prägungen und durch Dein Bauchgefühl geleitete „automatische“ Handlungen kritisch zu hinterfragen und zu verändern, empfehle ich Dir zudem Bücher und Wissen zu erlangen, welche Dich bei der Reflexionsarbeit effektiv unterstützen können. Natürlich kann auch eine therapeutische Beratung überaus hilfreich sein, um Dich im gesamten Prozess intensiv zu begleiten.

Erste kleine Übung für mehr Harmonie in Deiner Familie:

In allen zwischenmenschlichen Beziehungen geht es um Erwartungen die wir aneinander stellen. Kinder erwarten von ihren Eltern, dass ihre Wünsche erfüllt werden und das sie geliebt werden so wie sind.

Eltern erwarten von ihren Kindern, je nach Alter, dass sie sich in der Öffentlichkeit benehmen, dass sie ihre Schulaufgaben erledigen, dass sie im Haushalt Aufgaben übernehmen. Und am Ende haben wir auch noch Erwartungen an uns selbst.

Da klingt schon so, als ob niemals alle Erwartungen erfüllt werden können und es zwangsläufig zu Enttäuschungen kommt.

Ein erster kleiner Schritt um den Enttäuschungen entgegenzuwirken, wäre es die Erwartungen in Wünsche umzuformulieren. „Ich wünsche mir, dass Du den Geschirrspüler ausräumst.“ klingt doch viel anerkennender, als:  „Ich erwarte von Dir, dass Du den Geschirrspüler ausräumst!“ Oder?

Auch im Gespräch mit Dir selbst, klingen Wünsche viel ansprechender als Erwartungen. Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Ausprobieren.

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Erziehungsratgeber eine Idee

Mein Fazit zum Thema Erziehungsratgeber

Das Zusammenspiel all dieser Aspekte wird Dir vielleicht nicht heute aber in jedem Fall mittel- und langfristig helfen, die Beziehungsqualität in Deiner Familie zu verbessern. Und Du kannst heute damit beginnen!

Intuition wahrnehmen, das eigene Bauchgefühl ganz bewusst reflektieren und im Kontext der Biographiearbeit kritisch zu hinterfragen, ist eine der Hauptaufgaben in meiner therapeutischen Tätigkeit mit Eltern.

Erst wenn Eltern Bewusstheit und Klarheit über ihr Bild von sich selbst erlangen, entfaltet sich eine unbeschwerte Familienkultur voller gelingender Beziehungsmomente.

Diese Überzeugung ist vor allem in meiner langjährigen Tätigkeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe gewachsen und hat vielen Familien im Rahmen einer Rückführung erfolgreich helfen können.

Gerne begleite ich Dich auf dieser spannenden Reise.

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