Für immer verliebt sein

Kannst Du Dich noch an das Gefühl erinnern, als Du das letzte Mal so richtig verliebt warst?
Vielleicht liegt es schon viele Jahre zurück, oder Du steckst JETZT gerade noch mittendrin. Dann empfehle ich Dir meinen Artikel erst recht zu lesen!

Es ist, zweifelsfrei, die schönste Phase die eine Beziehung erlebt. Denn es ist alles frisch, leicht und die Welt um Dich herum sieht viel bunter aus. Die Schmetterlinge in Deinem Bauch erzeugen ein wundervolles Gefühl, welches Du die nie wieder verlieren möchtest. Aber leider, werden wir es früher oder später verlieren, so sehr wir auch daran festhalten wollen.

Und es die Phase, an die wir uns am liebsten zurück erinnern. Wenn Deine Beziehung mal eine Krise durchläuft, kann die Erinnerung an die Verliebtsheitsphase, ein Kraftquell sein.

Ist es nicht so? 

„Eine Beziehung zu einem Menschen baut man nicht in Tagen, Wochen oder Monaten auf, sondern in Momenten.“

Verfasser unbekannt

Verliebtheitsphase
Aber nun komme ich zu den ernüchternden Fakten, die diese Zeit umgeben.

Die Verliebtheitsphase ist täuschend!

Das pure Glück bebt förmlich im Körper und Du fühlst Dich mit dem Partner oder der Partnerin endlich vollständig und vollkommen. „Wir beide gegen den Rest der Welt.“

Doch diese Phase, so berauschend sie auch sein mag, ist trügerisch. Sie hat weder etwas mit einer wirklichen Liebesbeziehung, noch mit gegenseitiger Achtung und Wertschätzung zu tun. Leider. Oder etwa zum Glück🍀entspricht sie nicht der Realität?  

Das sagt die Wissenschaft über die Verliebtheitsphase:

Sowohl biologisch als auch psychologisch ist die Phase des körpereigenen Drogenrausches inzwischen sehr gut wissenschaftlich untersucht.

Das Hauptproblem: Im Rahmen der Verliebtheitsphase sieht Du Dein Gegenüber nicht wirklich, sondern betrachtest nur seine idealisierte Illusion, genährt aus Deinen eigenen Sehnsüchten und Bedürfnissen.

Die läufst also nicht einem Menschen nach, sondern nur einem Gefühl, welches dieser Mensch in Dir auslöst.

Was ist die„Rosarote Brille“?

Die sogenannte „Rosarote Brille“ fungiert mehr oder weniger als Spiegel zu einem selbst und der Partner/ die Partnerin wird zum Objekt eigener Erwartungen und Sehnsüchte:
„Endlich habe ich mein Glück gefunden. Jetzt bin ich erst vollständig. Mein Partner/ meine Partnerin wird mir Erfüllung sowie mein Leben zum Strahlen bringen. Auf Dich habe ich mein Leben lang gewartet.“

Wir sehen Dinge durch die „rosarote Brille“, weil wir die Situation nicht kritisch genug betrachten. Während der Verliebtsheitsphase fehlt uns eben diese kritische Haltung.

Verliebtheitsphase

Wie lange sind wir im Durschnitt verliebt

Diese einseitige Projektion eigener idealisierter Wünsche und Vorstellungen funktioniert deshalb nur so gut, weil beide Partner gleichsam diesem intensiven Gefühlsrausch verfallen. Doch wir alle wissen, wie schnell das (illusorische) Glück verloren geht.

In der Biologie geht man von einer maximalen 18 monatigen Verliebtheitsphase aus. Der Hormon- und Endorphinhaushalt pegelt sich langsam wieder auf Normalzustand ein.

Danach Erwachen wir sozusagen aus unserer Illusion, der ewigen Liebe. Jetzt sieht Du Deinen Partner so wie er wirklich ist, ganz unverstellt und ohne die Rosarote Brille.

Im Ergebnis kann so mancher ein regelrechtes „Erwachen“ erleben. Denn der Blick auf sein Gegenüber ist nun unverstellt und wahrhaftig. Und jetzt kommt es darauf an: Bemühe ich mich den anderen wirklich kennenzulernen, mit all seinen Gefühlen und Bedürfnissen?

Oder drängt sich der Wunsch nach Trennung auf, um woanders die Gefühle zu suchen, denen ich die letzten Monate so eifrig hinterhergelaufen bin?

Bitte versteh‘ mich nicht falsch. Das Verliebtsein ist etwas wundervolles, poetisches, was man ruhig in vollen Zügen genießen darf. Aber man muss sich im klaren darüber sein, dass diese Zeitspanne noch rein gar nichts mit einer eventuell langfristigen Liebesbeziehung zu tun hat.

Die Qualität einer späteren Paarbeziehung bemisst sich daran, wie gut sich die Partner aufeinander beziehen können, sowohl auf der verbalen, als auch auf der Handlungsebene. Genau das bleibt allerdings im Alltag sehr häufig auf der Strecke.

Doch lass‘ uns zunächst mit einer anderen Frage fortfahren:

Verliebtheitsphase vorbei

Wärst Du auch alleine glücklich und zufrieden?

Nimm‘ Dir etwas Zeit bei der Beantwortung dieser wichtigen Frage.

Wie lange in Deinem Leben hast Du schon alleine gelebt? Wie schnell warst Du nach einer Trennung wieder in einer neuen Beziehung?

Im übrigen gelten alle Fragen natürlich gleichsam für Dein Gegenüber. Beide Beziehungspartner müssen sich im Klaren darüber sein, welche Erwartungen sie an den anderen und an die Beziehung herantragen.

Welche Funktion soll mein Partner erfüllen?

Wenn ich, ähnlich der Verliebtheitsphase, die eigene innere Leere mit einer Beziehung zu füllen versuche, ist es für den Partner eine nicht realisierbare Herausforderung.

Der Beziehungspartner sollte und kann schließlich nicht die Funktion eines „Retters“ oder „inneren Heilers“ erfüllen. Eigene Erwartungshaltungen sind den Paaren sehr selten bewusst, gleichwohl sie in Konflikten sehr offensichtlich an die Oberfläche treten können.

In meinen nächsten Beitrag geht es um die nächste Phase einer Beziehung und die einhergehenden Probleme.

psychologische Onlinepraxis

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