Wie kannst Du die Bedürfnisse Deiner Kinder bewahren?

Im Rahmen der aktuellen pandemiebedingten Begrenzungen, sind wir alle (nicht nur Eltern) vor der Herausforderung gestellt die Bedürfnisse unserer Kinder zu bewahren. Eine Belastungsprobe für ausnahmslos jedes Familiensystem. Veränderungen des Alltags zeigen sich nicht nur in den veränderten Schul- bzw. Arbeitsbedingungen, sondern auch im Umgang mit unseren sozialen Kontakten.

Die vielfältigen Belastungen gerade in der aktuellen Situation, fordern Eltern neu heraus. Und dazu braucht es oftmals völlig neue Herangehensweisen.

kindliche Bedürfnisse bewahren

Der Blick auf die Kinder

Es ist mir daher ein großes Anliegen, auf die Perspektive der Kinder noch einmal genauer einzugehen.

Die aktuell verschärften Maßnahmen inklusive der Maskenpflicht vor allem im schulischen Kontext dient in erster Linie dem Schutz Erwachsener, und nicht der Kinder. Für Kinder ist es unheimlich schwer (und bis zu einem gewissen Alter entwicklungspsychologisch unmöglich), die abstrakte Gefährdung, welche vermeintlich von ihnen ausgeht, zu verstehen und nachzuvollziehen.

Dennoch bin ich überaus erstaunt, wie brav die Kinder in meinem persönlichen Umfeld die auferlegten Verordnungen mit großer Mühe befolgen. Diese Tatsache darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kinder gerade essentielle tiefe natürliche und lebendige Bedürfnisse unterdrücken müssen: Toben in der Natur, auf dem Spielplatz, die Begegnungen mit anderen Kindern, die Freude am gemeinsamen Umgang, die zur kindlichen Entwicklung elementar dazugehört. Wir müssen uns wirklich bewusst sein, welch‘ große Last wir unseren Kindern derzeit zumuten, auch wenn sie das durch ihr offensichtliches großes Verantwortungsgefühl nicht immer verbalisieren (können).

 

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Hirnphysiologische Langzeitolgen

Gerald Hüther hat in seinem jüngsten Statement auf die hirnphysiologischen Langzeitfolgen hingewiesen. Lebendige kindliche Bedürfnisse lassen sich seiner Meinung nach nicht einfach unterdrücken, sie müssen regelrecht im Rahmen eines inneren Konfliktes bekämpft werden, bis sich neue neuronale Muster bilden, welche die natürlichen Bedürfnisse irreversibel neutralisieren. Diese hemmenden Verschaltungen führen dann dazu, dass Kinder Ihren Entdeckertrieb, ihre Spielfreude, die Neugier im Kontakt mit anderen Schritt für Schritt verlieren, und zwar für immer. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, was das für weitreichende Konsequenzen im weiteren Entwicklungsprozess bedeuten kann. Wenn wir von einem 5-jährigen Kind verlangen, ein Jahr lang seine lebendigen Bedürfnisse durch Kontakteinschränkungen, Spielplatzverbot und Maske zu unterdrücken, ist das ein Fünftel seines gesamten Lebens! Vergleichbar wäre dies mit einem 50-jährigen, der ganze 10 Jahre lang fundamentale Einschränkungen erleidet. Diese Tatsache muss man dauerhaft in Erinnerung rufen, um Kindern einfühlend und liebevoll die für sie nötige Unterstützung zu geben.
Bewahrung der Bedürfnisse Deiner Kinder

Was Du tun kannst um die Bedürfnisse Deiner Kinder zu bewahren:

Helfen wir also den Kindern, ihre ureigenen natürlichen Bedürfnisse zu bewahren und gemeinsam einen Weg durch die Einschränkungen zu finden:​

  • Nimm Dein Kind so oft es nur geht in den Arm. Zeige einfühlsames Verständnis und frage ganz bewusst, wie es ihm geht.
  • Nimm alles was Dein Kind sagt ernst, habe Vertrauen zu ihm.
  • Frage Dein Kind, wie Du ihm helfen kannst.
  • Nimm Dir Zeit für Dinge, die Du mit Deinem Kind machen kannst, von denen Du weißt, dass sie ihm Freude bereiten: Spielen, Tanzen, Singen, Musizieren, Quatsch machen
  • Geh’ so oft es geht mit Deinem Kind an die frische Luft / in die Natur
  • Finde einen liebevolleren Zugang zu Dir selbst. Wenn Du einfühlsamer zu Dir bist, wird auch Dein Alltag und der Umgang mit Deinem Kind viel viel leichter.
  • Nimm’ also auch Deine Bedürfnisse in den Blick und tu alles dafür, dass Du zufriedener werden kannst.
  • Mach’ all die Dinge, die es Deinem Kind wieder ermöglichen, seine lebendigen Bedürfnisse zu spüren und zumindest teilweise wieder stillen kann. Dann werden schmerzliche neuronale Prozesse umgangen, und Dein Kind wird trotz fortführender Maßnahmen und Verordnungen in seiner Entwicklung keinen Schaden nehmen.
  • Finde gemeinsam mit Deinem Kind neue Wege in diesen verrückten Zeiten. Und vielleicht hat das Zusammenwachsen von Eltern und Kind, eine gar positive Entwicklung der Beziehungsqualität zur Folge, die es ohne Corona womöglich so nicht gegeben hätte.
psychologische Onlinepraxis
Kennenlerngespräch vor der psychologischen Onlineberatung

Und sehr gerne stehe ich Dir im Rahmen einer Beratung natürlich auch in diesen schwierigen Zeiten zur Seite.

Vereinbare am besten gleich ein kostenfreies und unverbindliches Kennenlerngespräch mit mir.

Gemeinsam besprechen wir Dein Anliegen und schauen, in welcher Weise ich Dir schnellst möglich helfen kann.

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